Mittwoch, 20.05.2026
Vico Equenze - Abtei Montecassino
Heute nahmen wir Abschied von der Amalfiküste und unser erstes Ziel war Pompei. Beim Eintreffen war vor lauter Japaner, Chinesen und anderen Touristen nicht einmal mehr der Eingang erkennbar. So verliessen wir unverrichteter Dinge diesen Ort und fuhren zu unserem Uebernachtungsziel, die Abtei Montecassino.
Die Abtei von Montecassino ist bereits von weitem entfernt sichtbar. Sie thront über der Stadt Cassino in der Region Latium auf einem Hügel in 520 Meter Höhe. Die Straße schlängelt sich nach oben immer mit Blick auf das unten liegende Tal. Der heilige Benedikt suchte sich im Jahre 529 diesen wunderbaren Platz für sein erstes Kloster. Ob er schon damals ahnte, dass dieser Ort im Laufe der Jahrhunderte in die Geschichte eingehen würde? Stille herrscht, trotz der vielen Touristen: Worte braucht es an diesem Ort wirklich nicht, man hält inne und staunt.
Donnerstag, 21.05.2026
Abtei Montecasino - Viterbo
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wir mussten einige Kilometer hinter uns bringen, da wir Rom gross umfuhren. So trafen wir am frühen Nachmittag in Viterbo ein und bezogen unseren Stellplatz.
Hier in Viterbo gibt es sehr viele Heilquellen. So besuchten wir den ganzen Nachmittag ein Bad und relaxten.
Freitag, 22.05.2026
Viterbo - Sacro Bosco - Civita di Bagnoregio - Orvieto
Das erste Highlight des heutigen Tages war der Monsterpark. Nachdem wir diesen besucht haben ging die Fahrt zu unserem 2 Highligt, Civita di Bagnoregio. Anschliessend fuhren wir zu unserem Uebernachtungsplatz in Orvieto.
Jahrhundertelang war er vergessen: Der geheimnisvolle Park Sacro Bosco in Italien verzaubert mit gigantischen Skulpturen und geheimnisvollen Inschriften. Als Abwendung vom Rationalen? Als Ort des Staunens? Als Weg in eine Traumwelt? Bis heute ist nicht abschließend geklärt, wie der Park Sacro Bosco in der italienischen Provinz Latium eigentlich zu deuten ist. In ganz Italien gibt es keine vergleichbare Anlage.
Das traumhaft schöne Dorf Civita di Bagnoregio in der Provinz Viterbo, unweit des Bolsenasees, ist nur über eine lange und schmale Fußgängerbrücke zu betreten. Das macht bereits das letzte Stück der Anreise zu einem beeindruckenden Erlebnis. Da dieser Ort bis heute von Autos verschont geblieben ist, bekommt man bei einem Besuch einen beinahe ungefilterten Blick in die Vergangenheit. Innerhalb der Stadtmauern bilden mittelalterliche und zum Teil auch antike Bauten eine einmalige Kulisse. Der Ort kann auf eine 2.500 Jahre lange Geschichte zurückblicken, denn bereits die Etrusker erkannten die hervorragende strategische Lage. Da der Ort nur sehr klein ist, können die einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht verfehlt werden. Generell führen die Wege durch schmale, verwinkelte Gassen, die immer wieder den Blick auf kleine, pittoreske Häuser und Plätze freigeben. Der gesamte Ort ähnelt einem Freilichtmuseum.
Orvieto liegt auf einem riesigen Tuffsteinblock über dem Fluß Paglia. Sie ist berühmt für ihren gleichnamigen gelblichen Weißwein. In den Tuff unter der Stadt sind seit der Zeit der Etrusker Höhlen und Gänge gegraben worden, so dass der Untergrund einem Schweitzer Käse ähnelt.
Aus und auf Tuffstein gebaute Häuser, eine der prächtigsten gotischen Fassaden Italiens und kulinarische Genüsse an jeder Ecke: Orvieto ist eine der interessantesten Städte Umbriens, und so sollte man sich schon ein bisschen Zeit nehmen, um Orvieto und seine Bewohner näher kennenzulernen. Immer bergauf: Wer Orvieto und seine Schönheit erleben möchte, der muss zunächst einmal einen Berg hochlaufen, denn die historische Altstadt mit ihren schmalen Gassen und versteckten Plätzen liegt hoch oben auf einem Felsplateau. Doch die Mühe lohnt sich, denn Orvieto besitzt neben vielen bedeutenden Sehenswürdigkeiten auch einen ganz besonderen Charme. Obwohl die Stadt seit vielen Jahren zu den wichtigsten Touristenzielen Umbriens gehört, ist sie kein Museum, sondern ein lebendiger Ort mit einem reichen kulturellen Angebot.
Samstag, 23.05.2026
Orvieto - Pitigliano - Cascate del Mulino
Als Erstes wurde heute das Städtchen Pitigliano besucht. Wir verbrachten eine lange Zeit in diesem Städtchen. Dann ging es weiter zu den Cascate del Mulino, wo wir natürlich auch ein Bad im schwefelreichen Wasser nahmen.
Pitigliano. Das malerische Städtchen, das auf einem Tuffsteinfelsen thront, verzaubert Besucher mit seiner einzigartigen Atmosphäre und einer Geschichte, die bis in die Zeit der Etrusker zurückreicht. Pitigliano wird oft als „Klein-Jerusalem“ bezeichnet, da es jahrhundertelang ein Zentrum jüdischen Lebens war. Pitigliano blickt auf eine reiche und bewegte Geschichte zurück, die eng mit den Etruskern verbunden ist. Diese prähistorische Zivilisation hinterließ nicht nur eindrucksvolle Grabstätten, sondern auch die berühmten „Vie Cave“, in den Fels gehauene Gänge, die bis heute erhalten sind. Im Mittelalter stand Pitigliano unter der Herrschaft der Aldobrandeschi, dann der Orsini und schließlich der Medici. Die Architektur der Stadt spiegelt diese wechselvolle Geschichte mit Bauwerken wie der Orsini-Festung, dem Medici-Aquädukt und den mittelalterlichen Kirchen San Rocco und Santi Pietro e Paolo wider. Besonders erwähnenswert ist die jüdische Gemeinde, die im 16. Jahrhundert in Pitigliano Zuflucht fand und der Stadt den Beinamen „Klein-Jerusalem“ einbrachte.
Die Cascate del Mulino sind Wasserfälle, die Wasser aus den Saturnia Quellen in natürliche Thermalfelder fließen lassen. Das über Felsen fließende Wasser bietet einen einzigartigen und atemberaubenden Anblick. Die Thermalfelder sind das gesamte Jahr über für Besucher kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. Das Wasser beträgt konstant eine Temperatur von 37,5 °C, sodass man auch im Winter problemlos darin baden kann. Da das Wasser aus den Thermalquellen schwefelhaltig ist, kann es einen unangenehmen Geruch auf der Haut zurücklassen. Neben dem Geruch nach Schwefel könnten einige Besucher auch davon vom Baden abgehalten werden, dass im Wasser der Saturnia Terme „Würmer“ schwimmen. Diese sind allerdings völlig harmlos. Tatsächlich handelt es sich bei den kleinen Tierchen auch gar nicht wirklich um Würmer, sondern um die Larven der Zuckmücke. Das sauerstoffarme Wasser färbt die Larven rot.
Sonntag, 24.05.2026
Cascate del Mulino - Sorano - Bolsena
Nachdem wir uns Abfahrbereit gemacht hatten, starteten wir den Diesel und fuhren nach Sorano. An diesem Ort verblieben wir eine gewisse Zeit. Nun ging es weiter an den Bolsena See, resp. zum gleichnamigen Dorf wo wir auch übernachteten.
Wie Pitigliano und Sovana wurde auch Sorano auf hohem Tuffsteinfelsen erbaut und geht auf eine ursprünglich von Etruskern in vorchristlicher Zeit gegründete Siedlung zurück. Unter den Römern war das südtoskanische Gebiet der Maremma, ehemaliges Sumpfgebiet, völlig unbedeutend. Erst als im Mittelalter einflussreiche Adelsgeschlechter ihre Machtgebiete festigten, wurden imposante Burgen und Festungsanlagen auf den Hügeln errichtet. Ein solches Bollwerk ist auch in Sorano zu bestaunen, die Fortezza Orsini aus der Mitte des 16. Jhs. mit einem viel älteren Turm (10. Jh.). Von hier aus, wie auch von der Plattform des auf der anderen Seite der Stadt gelegenen Masso Leopoldino hat man eine fantastische Sicht auf das Umland. Man muss keine Adleraugen haben, um dunkle Löcher im entfernten Gestein zu entdecken, etruskische Grabhöhlen. Und in früheren Zeiten erspähten Soldaten auf diesem Ausguck sich der Stadt nähernde Feinde. Den natürlich gewachsenen Fels ließ Herzog Leopold II von Lothringen Ende des 18. Jhs. bearbeiten und zu einer Festung ausbauen. Das zusätzlich noch von einer Stadtmauer umgebene Sorano war so gut gesichert, dass es niemals eingenommen wurde. Ein weiteres Relikt aus dieser kämpferischen Vergangenheit ist das untere Stadttor Porta dei Merli mit schönem Wappen.
Montag, 25.05.2026
Bolsena - Citta della Pieve
Wir umrundeten heute den schönen Bolsena See und trafen dann anschliessend in Citta della Pieve ein, wo wir auch übernachteten.
Città della Pieve liegt in der Region Umbrien im Zentrum Mittelitaliens. Die kleine Stadt in der Provinz Perugia ist wunderschön gelegen auf einem etwa 508 Meter hohen Hügel, direkt über dem Chiana-Tal. Der Trasimenische See ist rund 20 Kilometer entfernt. Der attraktive Anziehungspunkt für historisch bewanderte Besucher ist das mittelalterliche Zentrum der Stadt, die schon in der etruskischen Epoche erstmals erwähnt wurde. Die hübsche Innenstadt von Città della Pieve weist noch heute Spuren aus der Zeit der Etrusker auf, und die Stadt geht in ihrer heutigen Form auf eine Siedlung aus dem frühen Mittelalter zurück. Viele der Gebäude stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, und an unzähligen Bauten findet man auch heute noch die so typischen Konstruktionen mit Ziegeln, die für die Stadt als Zentrum der lokalen Ziegelproduktion stehen.
Dienstag, 26.05.2026
Citta della Pieve - Fontanellato
Langsam aber sicher haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Das Wetter war so heiss geworden, dass es nicht mehr angenehm war im Womajo. So fuhren wir heute nach Fontanellato, wo wir ein löetztes Mal übernachteten.
Fontanellato ist eine kleine Stadt in der Ebene von Parma. Sie war von einem Wassergraben umgeben und in ihrem Zentrum steht ein Schloss, das ebenfalls von einem Wassergraben umgeben ist, eine Art konzentrischer Kreis aus Wasser, der den Reichtum des Flussbeckens dieser hauptsächlich landwirtschaftlich genutzten Gegend verdeutlicht. Heute wird die Stadt vor allem wegen ihrer schönen mittelalterlichen Festung besucht, die 1124 von der Familie Pallavicino erbaut, erweitert und fast sechs Jahrhunderte lang von den Grafen Sanvitale (1386-1948) bewohnt wurde, von denen sie noch heute ihren Namen hat. Auch wenn der äußere Wassergraben, wie die Stadtmauern, nicht mehr existiert, so ist der Graben um die Festung mit seinem smaragdgrünen Wasser noch vorhanden. Über die kleine Brücke gelangt man in den quadratischen Hof des kleinen Herrenhauses, von dem aus man einen Rundgang durch das Innere unternehmen kann.
Mittwoch, 27.05.2026
Fontanellato - Grenchen
Heute gibt es nicht mehr viel zu berichten. Die Fahrt nach Hause verlief unspektakulär, sogar den Gotthard konnten wir ohne vorherigen STau durchfuhren. So trafen wir genau nach 6 Wochen Auszeit in Italien glücklich wieder zu Hause ein.
Die ganze Strecke, welche wir zurückgelegt hatten, summierte sich auf 5820 Kilometer.





































































