Mittwoch, 06.05.2026

Santa Cesarea Terme - Grotta Zinzulusa - Punta Ristola - Torre Pali - Gallipoli

 

Erster Halt war die Grotta Zinzulusa und dann führte die Fahrt der sehr schönen Küste entlang nach Punta Ristola (südlichster Punkt Appuliens). Besichtigung des Torre Pali und dann weiter nach Gallipoli, wo wir auch übernachteten.

Donnerstag, 07.05.2026

Gallipoli - Nardo - Torre Colimena - Weingebiet Manduria - Massafra - Mottola

 

Nach einer kurzen Fahrt besuchten wir Nardo, welche eine der schönsten Altstadt von Apulien hat. Weiter ging es der Küste entlang bis wir ins Landesinnere einbogen und das sehr bekannte Weinanbaugebiet Manduria durchfuhren. Nächster Ort war Massafra (Höhlenwohnungen) und anschliessend bezogen wir in Mottola unser Nachtlager. 

Nardo ist ein architektonisches Juwel des Salento. Im historischen Stadtkern stehen neben bemerkenswerten Sakralbauten zahlreiche Barockpaläste und ein im 17. Jh. umgebautes Schloss, heute Sitz des Rathauses. Sehenswert sind die Kathedrale Santa Maria de Nerito, die Kirche Santa Maria del Carmine, ein üppiger Barockbau mit Bildern aus dem 17. und 18. Jh. und die Kirche San Domenico.

Freitag, 08.05.2026

Mottola - Matera

 

Die heutige Fahrt dauerte nicht lange und wir bezogen unser Nachtlager in Matera, da war diese Stadt länger besuchten. 

Matera gehört zu den einmaligen Erlebnissen, die einen Einblick in das Leben der Menschen in verschiedenen Zeitepochen geben. Die Wohnungen in den Grotten existieren teilweise schon tausende Jahre und wurden stets verändert und ausgebaut, aber man kann behaupten, dass bereits viele Generation unserer Vorfahren die Höhlen bewohnten.

Matera liegt in der Region Basilikata, auf der Hochebene der Murgia, nahe der Region Apulien.

Was Matera von anderen Orten grundsätzlich unterscheidet, sind die Sassi, zwei Siedlungen auf zwei benachbarten Hügeln, bestehend aus Höhlenwohnungen.

Die Höhlenwohnungen in den Sassi von Matera

Die beiden Sassi heißen Sasso Barisano und Sasso Caveoso und der Begriff Sasso ist in dem Fall mit Ortsteil zu übersetzen. Die Sassi wurden an den steilen Hängen des Flusstales des Gravina angelegt. Die beiden Sassi sind zwei Felsenhügel, die an vielen Stellen neben- und übereinander ausgehöhlt und mit Fassaden verkleidet wurden. So sehen die Höhlenwohnungen äußerlich wie normale Häuser aus, aber im Inneren befindet sich stets in eine Grotte. Anfangs waren es die natürlichen Höhlen, die die Menschen als Unterkunft nutzten. Da sich der Stein gut bearbeiten ließ, wurden die Unterkünfte bald ausgebaut und man grub ganze Wohnungen in den Berg, die ständig durch Anbauten erweitert wurden. Neben- und übereinander entstand so im Laufe der Jahrtausende eine verzweigte Höhlenstadt in den Felsen. Geht man durch die Gassen der Sassi von Matera, führt der Weg praktisch immer über das Dach einer Wohnung.

Zwischen den beiden Sassi überragt der Dom von Matera, die Kathedrale die SS Bruna, die Höhlenstadt und verbindet die beiden Sassi. Auf dem Sattel der beiden Hügel verlaufen die ebenen Fußgängerpassagen Via Duomo / Via delle Beccherie, Piazza Vittorio Veneto, Via del Corso und Via Lucana, während Via Fiorentini durch den Sasso Barisano hindurchführt und Via Madonna delle Virtù um beide Sassi herumführt. Die Grotten wurden in den relativ weichen Sand- und Tuffstein gehauen, der mit Kalk aus Meerestieren durchsetzt ist. Anfangs waren es die natürlichen Höhlen, die die Menschen als Unterkunft nutzten. Da sich der Stein gut bearbeiten ließ, wurden die Unterkünfte bald ausgebaut und man grub ganze Wohnungen in den Berg, die ständig durch Anbauten erweitert wurden. Die Menschen schnitten Quader aus dem Berg heraus, um diese wiederum als Baumaterial für den Vorbau zu nutzen. Je tiefer die Höhlen gegraben wurden, desto mehr Baumaterial wurde gewonnen und als Fassade vor der Grotte aufgebaut. Neben- und übereinander entstand so im Laufe der Jahrtausende eine Höhlenstadt in den Felsen, ein verschachteltes Netzwerk aus Höhlenwohnungen, engen Gassen und kleinen Plätzen, dazwischen Felsenkirchen, das zusammen ein großes architektonisches Kunstwerk ergibt. Heute sind die Höhlenwohnungen, die "Sassi von Matera" als Teil des Welterbes der Menschheit weltweit bekannt und stehen unter Denkmalschutz. Um die Sassi von Matera zu verstehen, muss man weiter in die Geschichte von Matera zurückgehen. Eine Grotte diente als Wohnung für eine Familie und bestand aus mehreren Räumen. Die Feuerstelle befand sich am Eingang und hatte einen Abzug. Mehrere Familien teilten sich einen "recinto", einen kleinen Vorplatz, auf dem die Kinder spielten und sich das täglich Leben abspielte. Alle Familienmitglieder, Alte und Junge, waren so in das Familienleben integriert.

Samstag, 09.05.2026

Matera - Laterza 

 

Heute war eine Schluchtenwanderung angesagt. 

Nördlich von Taranto zieht sich Apuliens größte Schlucht, die bis zu 200 m tiefe Gravina di Laterza, 10 km durchs Land. Ein Wanderweg entlang der Abbruchkante bietet schöne Blicke auf den Fluss, der sich in Jahrtausende langer Erosion tief in das Kalkplateau geschnitten hat.

Das nächste Ziel ist Laterza, dahin lockt uns die Wandermöglichkeit entlang der Gravina da Laterza. Kurz nach dem großen Wohnmobilstellplatz, wo man gut parken kann, beginnt der ausgeschilderte Wanderweg am oberen Rand dieser tollen Schlucht mit mehreren Aussichtspunkten. Anfangs, bis zum Punto panoramico, ist er sogar für Rollstuhlfahrer ausgebaut. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung!

Sonntag, 10.05.2026

Laterza - Tricarico - Viggiano

 

Heute war ein Fahrtag angesagt. Die Gegend welche wir durchfuhren ähnelte sehr der Juragegend von uns. Besuch von Tricarico und Stgellplatzbezug in Viggiano. 

 

Tricarico, umgeben von üppigen Wäldern, befindet sich in einer schönen Lage 698 Meter über dem Meeresspiegel. Es verfügt über eines der interessantesten historischen Zentren der gesamten Basilikata. Sitz einer alten Diözese, zeichnet sich seit jeher für seine kulturellen Ressourcen, auch durch die Anwesenheit seiner experten Bischöfe angeregt. Schon in prähistorischer Zeit besiedelt und von den Griechen beeinflusst, später wurde es langobarisch und dann byzantinisch bis zur Herrschaft der Sarazenen, in denen die beiden wichtigsten Bezirke der Altstadt genannt Rabata und Saracena sich entwickelten, ein Gitter von Hauptstraßen (Arabisch Shari), Straßen (Darb), Sackgassen (Susac) und “Sarazenische Terrassengärten Gärten”, die den alten islamischen Ursprung enthüllen.

Viggiano war wegen dem Bau von Musikinstrumenten und seinen Musikern bekannt, welche während der Massenemigration des XIX und XX Jahrhunderts ungewollte Boten des Ortes in ganz Europa und in der Welt wurden.

Montag, 11.05.2026

Viggiano - Craco - Rocca - Nova Siri

Nachdem das Dieselaggregat vom Womajo gestartet war, fuhren wir los und machten unseren ersten Halt in der Geisterstadt Craco. Weiter ging es nach Rocca und anschliessend zu unserem Uebernachtungsplatz. 

Craco liegt im Landesinneren der Basilikata in der Provinz Matera, nahe der Grenze zur Provinz Potenza. Craco ist wohl eine der bekanntesten Geisterstädte in Italien. Kein Wunder - eine so schöne Stadt und spektakuläre Lage ist eine Seltenheit - auch in Italien. Ein Erdrutsch in den 1960er Jahren erforderte eine Evakuierung des alten Ortskerns in Craco, die im Jahr 1963 durchgeführt wurde. Rund 2.000 Einwohner verließen das historische Craco und zogen nach Craco Peschiera. 1972 kam es zu Überschwemmungen, 1980 richtete ein Erdbeben weitere Schäden an, so dass eine erneute Bewohnbarkeit ausgeschlossen war. Erdrutsche sind allerdings keine Seltenheit in der Region: Eine Lehmschicht bedeckt hier die Böden bis zur Küste, darunter eine verhältnismässig lockere Sedimentschicht. Bei starkem Regen und anderen Einflüssen reisst die deutlich härtere obere Lehmschicht auf dem instabilen Untergrund auf. Die entstehenden Risse sorgen dann für Abbrüche und Naturkatastrophen. Die entstehende Landschaft mit so genannten Calanchi (Schluchtenartige Abbrüche) finden sich im gesamten Umland – auch im nahe liegenden Metapont, in Pisticci oder in der Ortschaft Aliano. Neben der einzigartigen Faszination einer Geisterstadt profitieren Besucher in der Umgebung von Craco also auch von landschaftlicher Schönheit und Einzigartigkeit.

 

Dienstag, 12.05.2026

Nova Siri - Rossano - Le Castello Crotone

Weiter ging die fahrt der sehr schönen Küste entlang bis nach Rossano und zu unserem heutigen Uebernachtungsplatz 

Rossano ist eine historische Stadt an der ionischen Küste in der Region Kalabrien und bietet eine Kombination aus kulturellem Erbe, natürlicher Schönheit und Küstenatmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihre reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, und verfügt über zahlreiche historische Monumente wie die Kathedrale von St. Meta, in der der berühmte Codex Purpureus Rossanensis, eine der wichtigsten byzantinischen Handschriften, aufbewahrt wird. Die Stadt ist von grünen Hügeln umgeben und bietet Ausblicke auf das Ionische Meer.