Mittwoch, 22.04.2026
Assisi - Cascata delle Marmore - Santo Stefano di Sessanio
Der heutige Tag war ein Wandertag und zwar wanderten wir zum Cascata delle Marmore.
Cascata delle Marmore ist ein dreiteiliger, künstlich geschaffener Wasserfall. Mit seinen insgesamt 165 m Höhe ist er nicht nur einer der höchsten Wasserfälle Italiens, sondern auch der höchste weltweit, der von Menschen geschaffen wurde. Erste Arbeiten für die Wasserfälle, damals Cavo Curiano genannt, fanden im Jahr 271 v. Chr. durch den römischen Konsul Manius Curius Dentatus statt. Die Schleusen werden je nach Jahreszeit nur zwei- bis dreimal täglich geöffnet.
Donnerstag, 23.04.2026
Santo Stefano di Sessanio - Castel del Monte - Brittoli - Rocca San Giovanni
Als Erstes des heutigen Tages schauten wir das gestrige Uebernachtungsdorf an. Es ist ein sehr altes Dorf aber wunderschön. Nach der Besichtigung nahmen wir unsere erste Etappe in den Abruzzen in Angriff und machten Halt in Castel del Monte. Am Meer übernachteten wir dann.
Freitag, 24.04.2026
Fahrradtour Trabocchi Radweg nach Ortona
Von Ortona nach Vasto führt ein etwa 50 km langer Radweg, die Via Verde dei Trabocchi, der komplett abgetrennt vom Straßenverkehr entlang der abruzzesischen Küste führt. Aufgrund seiner außerordentlichen Schönheit und da die Nutzung des Radweges den Co2-Ausstoß reduziert, hat es die Straße 2021 unter die Top 5 des Green Road Award geschafft.
Die Straße kann mit „Grüner Weg der Fischerhütten“ ins Deutsche übersetzt werden. Verde heißt grün und ein Trabocco ist eine Holzhütte, die dem Fischfang dient. Nun darf man hierbei aber nicht an einfache Häuschen am Meeresufer denken. Das Besondere dieser Hütten ist, dass sie auf dünnen Holzpfählen errichtet wurden und zusammen mit ihrem Steg über dem Meer herausragen. Inzwischen haben diese Fischerhütten sich vom Fischfang auch auf die Gastronomie spezialisiert und bieten daher oft die Möglichkeit, vor Ort etwas zu essen.
Entlang der gesamten Strecke blickt man auf das Meer, das mal ruhig, mal wild ist. Und obwohl man über dem Meer fährt, taucht man sprichwörtlich in die Tiefen des Meeres ein. So riecht das Salz in der Luft und spürt es auch im Fahrtwind. Man hört das Rauschen des Wassers und das Rufen der Möwen. Ein Erlebnis für alle Sinne!
Samstag, 25.04.2026
Rocca San Giovanni - Termoli - Lago di Lesina - Vieste
Wir verliessen heute die Abruzzen und bogen in die Region Molise ein. Erster Halt war Termoli. Wir schlenderten durch die Gassen und fuhren dann weiter entlang dem Lago di Lesina bis nach Vieste, wo wir unser Nachtlager für die nächsten 2 Tage aufschlugen.
Termoli liegt an der Costa Molisana in der Provinz Campobasso und ist für seine sauberen Strände und sein kristallklares Wasser bekannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das mächtige Kastell Friedrichs II. Borgo Vecchio oder Borgo Antico wird die Altstadt Termolis genannt, die leicht erhöht auf einer Landzunge liegt. Überragt wird sie von einem mächtigen Kastell, das im 13. Jahrhundert der Staufer Friedrich II errichtete." In diesem Viertel befindet sich auch der Dom San Basso aus dem 12. Jahrhundert, mit seiner normannisch-apulischen Fassade. Das Gotteshaus ist nach dem Heiligen Bassus benannt, im 3. Jahrhundert Bischof von Nizza und als Märtyrer verehrt. Das historische Stadttor, Teile der Stadtmauer und der Torre Saracea westlich des Borgo Vecchio sind ebenfalls bis heute erhalten geblieben.
Sonntag, 26.04.2026
Relaxen und Besuch von Vieste
Das mittelalterliche Städtchen verzückt mit einer traumhaften Lage auf der Gargano-Halbinsel und ist reich an Geschichte und Kultur. Die historische Altstadt, mit ihren weiß schimmernden Häuschen und einem Labyrinth aus Treppchen und Gassen, ist auf einem Felsvorsprung aus zerklüftetem Kalkstein gelegen: Weit ragt die Punta di San Francesco in das türkisblaue Meer der Adria hinaus - ein einmaliger Anblick.
Montag, 27.04.2026
Vieste - Foresta Umbra - Monte Sant'Angelo
Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, besuchten wir den Markt von Vieste. Dann ging es durch den mystischen Foresta Umbra, bevor wir bei einem Bauern unser Nachtlager bezogen.
Der Foresta Umbra ist der letzte Rest der Urwälder, die früher ganz Apulien bedeckten. Über eine Fläche von 11.000 ha erstreckt sich der „Wald des Südens mit den Bäumen des Nordens“. Auf Grund der Höhenlage ergibt sich ein Pflanzenbewuchs der eher der mitteleuropäischen Klimazone entspricht. Ein dichter Bewuchs von Kiefern, Buchen, Eichen, Linden und Kastanien ergibt einen Märchenwald.
Dienstag, 28.04.2026
Monte Sant'Angelo - Barletta - Castel del Monte - Trani - Bisceglie
Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir gemütlich los und besuchten als Erstes das Casel del Monte. Weiter ging es nach Trani und in Bisceglie bezogen wir unseren Uebernachtungsplatz.
Castel del Monte hat einen achteckigen Grundriss und an den Ecken des Baues stehen Türme mit ebenfalls achteckigem Grundriss. Mit diesem geometrischen Entwurf ist die Festung einzig in ihrer Art, obgleich Friedrich II. viele andere Burgen in Apulien bauen ließ. Sie wurde 1996 zum UNESCO-Welterbe der Menschheit erklärt und ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen in ganz Süditalien.
1237 befahl Friedrich II. den Bau einer Burg bei Santa Maria di Monte Castro, um sein Netz von Wehrbauten in strategischer Lage und in der Nähe seiner Residenzen zu vervollständigen. Doch wirkt sie gar nicht wie eine eigentliche Burg, weil alle notwendigen Verteidigungselemente fehlen. Es gibt keinen Graben, keine Hebebrücke und kein Kellergeschoss, stattdessen weist sie große marmorverkleidete Räume auf, die eines prachtvollen Königsschlosses würdig sind. Die 26 Meter hohen Wände der Türme, die einst noch höher waren, und der dicke Mauermantel aus Kalkstein und Brekzie machen aus Castel del Monte jedoch viel mehr als eine bloße königliche Residenz. Die Burg hat die Form eines riesigen Achtecks mit einer Diagonale von 56 Metern. Die Figur des Achtecks vermittelt zwischen dem Quadrat (dem Symbol der Erde) und dem Kreis, der den unendlichen Himmel symbolisiert.
Trani an der Adria ist eine wunderschöne Stadt mit altem Stadtkern, der Besucher in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt. Typisch für die Ortschaft sind die weiß gekalkten Gebäude, die sich vom Meer und dem Himmel farblich abheben. Trani zieht vor allem Touristen an, die das elegante und schicke Leben genießen. In den Bars und Restaurants am Yachthafen kann man den Tag nach einem Bummel durch das historische Zentrum ausklingen lassen. Die Architektur mit herrlichen Palazzi, Kirchen und vor allem der beeindruckenden Kathedrale ist eines der Highlights der apulischen Stadt.


















































